Thursday, February 09, 2012 Login  Register
 
   
 
 GUADELOUPE: RIVIERE SALEE Minimize

Revierbericht 2007

Guadeloupe   Riviere Salee:                  

Karte_Gua_Nord.gif

Rivière Salée und Grand-Cul-de-Sac-Marin

Diesmal wollten wir die Abkürzung durch den Rivière Salée, den schmalen Kanal zwischen den beiden Schmetterlingsflügeln nehmen. Die Brücken über den Kanal sind viel zu nieder für den Mast. Nur nachts um 0500, wenn kaum Verkehr ist werden die Brücken geöffnet. Wir verbrachten die Nacht an einer Boje vor der Einfahrt. Es war noch stockdunkel als der Wecker läutete. Langsam fuhren wir im Gänsemarsch mit 15 anderen auf die Durchfahrt zu. Die Scheinwerfer blendeten eher als sie beleuchteten. Ich machte mir keine Sorgen, weil Helmut immer schnürlgerade in jede Box fährt, vorwärts und rückwärts. Aber wir hatten das Schwert eingezogen, die Brücken sind nicht in gerade Linie hintereinander, war es der Wind, oder war es die Strömung, das Boot drehte ein bisserl weg, zurücksetzen konnte Helmut nicht, weil schon der nächste unterwegs war. "Geht sich aus," sagte ich noch, dann krachte es. Wir hatten vergessen die Solarzellen am Bügel zusammenzuschieben. In dieser Stellung ragen sie auf beiden Seiten etwa 15 cm über die Schiffsbreite hinaus. Wo sie dagegen geknallt ist, das konnten wir im Dunkeln nicht erkennen, aber leider ist der Rahmen gebrochen und das teure Stück verschwand im nachtschwarzen Wasser.
Nach der letzten Brücke hängten wir uns wieder an eine Boje, schlossen alle Luken wegen der Gelsen, machten Frühstück und warteten bis die Sonne die Vampire vertrieben hatte.

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Ein Schwarm weißer Ibisse begleitete uns, als wir durch eine friedliche Flusslandschaft hinaus in den Grand-Cul-de-Sac-Marin glitten. Segeln wie am Neusiedler See, das Echolot zeigt etwa 2. Wir hielten uns brav zwischen den roten und grünen Manderln bis zu dem Ankerplatz im Westen des Golfs, von dem aus man mit dem Dinghi in den in den Grande-Riviere-a-Goyaves, hinein fahren kann. Seicht, sehr seicht war es da, hinter unserem Heck schauten Wurzeln und Zweige von angeschwemmten Bäumen aus dem Wasser.
Wir packten einen Reservekanister ins Dinghi und machten uns auf den Weg. Die Einfahrt in den Fluss war sogar für den Außenborder zu seicht, aber im Fluss war es dann tief genug. Dichter Dschungel, überwuchert von gewaltigen Schlingpflanzen mit rosa, weißen und sogar gelben Blüten, säumte die Ufer. Nach einer Stunde öffneten sich die grünen Wände, machten Bananenplantagen, Taro und Papayabäumchen Platz. Vor uns standen die hohen Berge, die Gipfel in den Wolken. Nach etwa 1,5 h vor der Autobrücke wurde es zu seicht und wir mussten umdrehen. Endstation, nach 5,5 sm.

Gua_River_Guave.gif  Gua_Guave_Bruecke.gif

Um aus dem seichten Golf wieder herauszufinden kann man nur von einem Seezeichen zum anderen fahren, an den Wasserfarben lässt sich die Tiefe nicht abschätzen. Genau dort wo es eng wird, wurde der Himmel pechschwarz und die roten&grünen Manderln verschwanden hinter einem dichten Regenvorhang. Wir ließen einfach den Anker fallen, warteten ab und erst als wir die Wasserfarben wieder klar erkennen konnten, segelten wir durch das Riff weiter nach Port Louis.

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