Revierbericht 2007
Guadeloupe Grande-Terre: Flach, trocken, Weideland, Riffe, Sandstrände

Ausflüge mit einem Leihwagen von Point-á-Pitre aus:
Der östliche Flügel: Grande-Terre
Durch die Grande-Fonds, eine idyllische Landschaft mit Windmühlen, Zuckerrohr und Weiden gelangten wir zum Pointe-des-Chateaux, dem östlichsten Zipfel der Insel. Nach einer kurzen Wanderung erreichten wir das Gipfelkreuz des Hügels von dem wir einen sagenhaften Blick über die Riffe, die raue Ostküste und hinüber zu der kleinen Wüsteninsel Desirade hatten.

Desirade, die Ersehnte. Ja, das war sie für uns wirklich, als wir damals im Jahr 1998 über den Atlantik kamen war es das Leuchtfeuer der Insel, das uns in der neuen Welt begrüßte.
Nach Norden fuhren wir über eine ruhige Strasse, durch trockene, steppenartige Landschaft, bis wir wieder an die Steilküste kamen. Von Porte-d'Enfer könnte man auf einem Weitwanderweg an der Steilküste entlang hoch über dem Meer nach Süden marschieren.
Nur ein kurzer Spaziergang ist notwendig bis zum Pointe-de-la-Grande-Vigie, von wo man an klaren Tagen bis Antigua sehen kann.
Der Friedhof von Morne-de-L'Eau ist berühmt für die kleinen schwarz-weiss gekachelten Häuschen, die schönen Keramik-Blumen und -Bilder. Zu Allerheiligen, aber auch an Gedenktagen versammeln sich die Angehörigen zu einer Familienfeier mit den Verstorbenen. Da werden die Häuschen aufgesperrt, Blumen und Essen mitgebracht und Lichter angezündet.

Mit dem Boot unterwegs:
Der östliche Flügel: Grande-Terre
Nur zwei Meilen von der Marina Bas-du-Fort liegt die kleine Leuchtturminsel Le Gosier.
Hellgrünes Wasser, ein schöner Strand, eine Strandbar unter schattenspendenden Bäumen und ein Riff mit bunten Fischen. Bäcker, Gemüsegeschäfte, Restaurants im Ort.
An der Südküste entlang tuckerten wir im Slalom zwischen den unzähligen Markierungsbojen für die Langustenkörbe nach Osten. Mehrere Flaschen, meistens leider durchsichtig und selbst bei guten Lichtverhältnissen kaum zu erkennen, werden an eine lange Schnur gebunden. Sie tanzen auf den Wellen und können sich leicht um den Propeller wickeln.
St.Francois
Die Einfahrt durch das Riff zur Lagune ist eng, aber sie ist ausgezeichnet markiert und gar nicht gefährlich, obwohl die Brecher besonders bei Ebbe dramatisch aussehen.

Surfer, Schwimmer und alle Arten von Wassersportlern tummelten sich im einladend hellgrünen Wasser, aber am Abend wurde es ruhig. Durch eine enge Einfahrt gelangten wir in die Marina. Rund um das Hafenbecken reiht sich ein Restaurant neben das andere. Dahinter gibt es Hotels, private Appartements, einen Golfplatz und noch mehr Lokale. Wir fanden die Preise gesalzen. Deshalb wanderten wir ein Stückchen weiter und entdeckten in der Nähe des Fischmarktes ein einfaches, aber ausgezeichnetes Lokal, wo die Mama kocht und die kleine Tochter serviert ("Pain-de-Sucre").
Guadeloupe