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 GUADELOUPE: BASSE-TERRE Minimize

Revierbericht 2007

Guadeloupe Basse-Terre: Hohe Berge, Regenwald, Wasserfälle

Karte_Gua_West.gif

Ausflüge mit einem Leihwagen von Point-á-Pitre aus:

Der westliche Flügel: Basse-Terre

Über die Brücke fuhren wir nach Petit Bourg, von dort quer über die Insel, über die hohen Berge, durch Regenwald und Riesenbambus zur Westküste.

Im "Parc zoologique et botanique" entdeckten wir das Maskottchen des Nationalparks den "Kleinen Waschbären". Die große Attraktion ist das Wandern über Hängebrücken in den Baumkronen des Regenwaldes.

Gua_Haengebruecke.gif   Gua_Waschbaer.gif 

Der Jardin Botanique Deshaies ist in der Art eines Japanischen Gartens angelegt, mit künstlichen Bächen und Wasserfällen, Teichen mit Goldfischen und Seerosen, riesigen Urwaldbäumen von denen Orchideen hängen, der prächtigste Garten, den wir auf unseren Reisen gesehen haben. Er ist sehr weitläufig und man sollte sich ein paar Stunden Zeit nehmen.

Deshaies_Papagei.gif   Deshaies.gif

Basse-Terre ist zwar Hauptstadt, aber viel kleiner und schäbiger als Point-á-Pitre.   Interessant fanden wir das Fort Louis Degrès (17-18. Jhdt). Einige Gebäude stehen noch, der Rest ist nur mehr als Grundmauern erhalten.
 
Von Vieux-Habitant fuhren wir eine enge, extrem steile Strasse durch den Regenwald hinauf zu der Plantage La Grivelière, Maison du Café. Hier wurde früher Kaffee, Cacao, Gewürze und Maniok angebaut. Landschaftlich sehr schön, die Gebäude sind zum Teil bereits renoviert und liebevoll eingerichtet.

Kaffe_Verkostung.gif 

Die Spitzen der Vulkane stecken fast immer in den Wolken, aber eines morgens war der Himmel strahlend blau und der Gipfel des 1467m hohen Vulkans Souffrière wolkenfrei. Ein ganz seltenes Schauspiel und eine fast einmalige Chance auf den Berg zu klettern. Von der Hauptstadt  Basse-Terre, fuhren wir über eine schmale kurvenreiche Strasse hinauf ins Gebirge. Der Wanderweg ist steil, die Steine leider durch die Feuchtigkeit immer etwas rutschig. Immer höher kletterten wir durch den dichten Dschungel bis zu einem Plateau knapp unter dem Gipfel. Bis hierher hatte das Wetter durchgehalten, aber die nächste Regenfront schob sich bereits bedrohlich näher, deshalb verzichteten wir lieber auf den Anstieg bis zum Kraterrand.

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Durch den Nationalpark führen viele Wanderwege für jeden Geschmack. Gut ausgerüstete, sportliche Marschierer können den ganzen Westflügel durchwandern. In den Buchläden von Point-à-Pitre findet man viele Bücher mit Beschreibungen und Wanderkarten, leider nur auf Französisch.

Mit dem Boot unterwegs:

Der westliche Flügel: Basse-Terre

Die Buchten an der Westküste von Basse-Terre sind alle offen und deshalb leider oft sehr rollig. Wir dachten, dass wir vielleicht in der kleinen Marina der Hauptstadt Basse-Terre einen Platz finden würden. Die Marina erwies sich leider als absolut unbrauchbar. Ein heftiges Seebeben zwischen Guadeloupe und den Saintes hatte einen Teil des Wellenbrechers umgerissen und den Grossteil der Stege zerstört. Nur ganz hinten sind noch Liegeplätze mit kleinen Booten von den Ortsbewohnern. Hinweistafeln an den Ruinen warnen vor Steinbrocken unter Wasser.
In die Ankerbucht vor dem schwarzen Sandstrand stand ein ekelhafter Schwell, deshalb segelten wir lieber weiter zum Cousteau Nationalpark. Der Park besteht aus zwei winzigen Inselchen. Für Besucher sind nur zwei gelbe Bojen vorgesehen.  Ankern ist verboten und die weißen Bojen gehören den Tauchschulen. Oh, Wunder, beide Bojen waren frei! Schnell, bevor uns andere Boote zuvorkommen konnten, vertäuten wir die "Alumine" und sprangen ins klare Wasser.

Cousteau_Nationalpark.gif   Gua_Anemonen.gif

Große Seefächer, gelbe röhrenartige Schwämme, Korallen und Gebilde wie geräumige Amphoren wachsen aus dem felsigen Untergrund. Schwärme von kleinen leuchtend blauen Fischen, Papageienfische in allen Regenbogenfarben, aber auch größere "Essbare" glitten an uns vorbei. Hier sind sie besonders zutraulich, weil sie nicht aufgespießt werden dürfen. Um 10 h kamen die Tauchboote. Etwa sieben Meter unter uns glitten Taucher dahin. Die Blasen trudelten langsam höher, schwebten wie weiche Gummibällchen an uns hoch. Die großen Blasen spiegelten unsere Schatten vor dem Strahlenkranz der Sonne. Wir konnten sie fassen, sie teilen und sie zerplatzen lassen. Das war lustig, wie schwimmen in einer Sodawasserflasche.

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